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Presseinformation, 17. Oktober, 2011:
Stadt Leverkusen und „VeRSiert“ starten Sicherheitskooperation
Ein neu eingerichtetes Informations- und Kooperationsportal garantiert optimale Vernetzung bei Großveranstaltungen.
Leverkusen. Ob es sich um große Sportveranstaltungen wie den EVL-HalbMarathon, Open-Air-Veranstaltungen im Neulandpark (PollerWiesen) oder Volksfeste wie der Bierbörse oder das Schlebuscher Schützen- und Volksfest handelt: Großveranstaltungen mit zum Teil mehreren Zehntausend Menschen stehen in Leverkusen hoch im Kurs. Durch diese Massenereignisse steht nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch der öffentliche Nahverkehr vor großen Herausforderungen. Um die Sicherheit für Besucher von Großveranstaltungen zu erhöhen, ist vor drei Jahren das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt „VeRSiert“ unter Leitung der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) ins Leben gerufen worden. Das Projekt zielt darauf ab, bei Großveranstaltungen durch eine optimierte Vernetzung von Verkehrsgesellschaften, Einsatzkräften, Veranstaltern und Fahrgästen die Sicherheit, insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr, zu erhöhen.
Die aus der dreijährigen Forschungstätigkeit gewonnen Erkenntnisse sollen nun in Leverkusen getestet und weiterentwickeln werden. Zur Auftaktveranstaltung im Rathaus trafen sich am Freitag (14. Oktober) Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Dezernent Frank Stein mit Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH. Die Leiter der Berufsfeuerwehr und der Polizeiinspektion Leverkusen, Vertreter der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG sowie verschiedener Fachbereiche der Stadt Leverkusen nahmen ebenfalls an der Runde teil. „Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Veranstalter, Feuerwehr, Polizei und anderen Organisationen, die an Planung und Durchführung von Großveranstaltungen beteiligt sind, ist in Leverkusen sehr intensiv und gut eingeübt“ “, sagt Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Er lobte das Projekt: „Das VeRSiert Informations- und Kooperationsportal kann die Zusammenarbeit der Partner bei Planung und Durchführung von Großveranstaltungen zukünftig weiter verbessern. Im Fokus der Kooperation stehen der Test und die Weiterentwicklung eines Informations- und Kooperationsportals als zentrale Sammelstelle von institutionsübergreifenden Informationen bei Großveranstaltungen. Dieses soll die an der Planung beteiligten Akteure im Sinne einer erhöhten Sicherheit unterstützen. „Attraktive Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung kennzeichnen die Stadt Leverkusen. Wir freuen uns daher sehr, das VeRSiert Informations- und Kooperationsportal hier testen und weiterentwickeln zu können“, so NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.
 Abb.: VeRSiert Auftakttreffen in Leverkusen am 14.10.2011.
Presseinformation, 6. Juli, 2011:
Stadt Bonn und „VeRSiert“ starten Sicherheitskooperation
Ein neu eingerichtetes Informations- und Kooperationsportal garantiert optimale Vernetzung bei Großveranstaltungen.
Bonn. Ob es sich um große Sportveranstaltungen wie den Marathon oder Open-Air-Veranstaltungen wie Rheinkultur, Rhein in Flammen oder ganz aktuell das Deutschlandfest und den NRW-Tag handelt: Großveranstaltungen mit zum Teil mehreren Hunderttausend Menschen stehen in Bonn hoch im Kurs. Durch diese Massenereignisse steht nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch der öffentliche Nahverkehr vor großen Herausforderungen.
Die aus der dreijährigen VeRSiert Forschungstätigkeit gewonnen Erkenntnisse sollen nun in Bonn getestet und weiterentwickeln werden. Zur Auftaktveranstaltung im Alten Rathaus traf sich am Dienstag (5. Juli) der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch mit Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH. Vertreter der Feuerwehr, des Amts für Bürgerdienste, der Wirtschaftsförderung sowie SWB Bus und Bahn nahmen ebenfalls an der Runde teil, da das Projekt für zahlreiche Fachbereiche im Hinblick auf Großveranstaltungen von Bedeutung ist.
„Hier in Bonn haben wir eine sehr gut eingeübte und intensive Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei und anderen Organisationen, die für Sicherheit und Hilfe zuständig sind“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch. Er lobte das Projekt: „Das VeRSiert Informations- und Kooperationsportal kann die Zusammenarbeit der Partner bei Planung und Durchführung von Großveranstaltungen zukünftig weiter verbessern. Gerade für unser Mega-Event Tag der Deutschen Einheit ist dies von großer Bedeutung.“
Im Fokus der Kooperation stehen der Test und die Weiterentwicklung eines Informations- und Kooperationsportals als zentrale Sammelstelle von institutionsübergreifenden Informationen bei Großveranstaltungen. Dieses soll die an der Planung beteiligten Akteure im Sinne einer erhöhten Sicherheit unterstützen. Für dieses Jahr gilt dies insbesondere für den Tag der Deutschen Einheit sowie den NRW-Tag vom 1. bis 3. Oktober. Im nächsten Jahr stehen der Marathon, das Feuerwerksspektakel Rhein in Flammen und das Musikfestival Rheinkultur im Mittelpunkt.
„Attraktive Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung kennzeichnen die Bundesstadt Bonn. Wir freuen uns daher sehr, das VeRSiert Informations- und Kooperationsportal hier testen und weiterentwickeln zu können“, so NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.
 Abb.: VeRSiert Auftakttreffen in Bonn am 5.7.2011.
12.–14. April 2011:
VeRSiert auf internationalem Polizeitreffen IPOMEX
Für die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) haben Olaf Wendelken und Lars Wetzlar zusammen mit Olaf Junker vom Airport Research Center (ARC) und Ralf Kuliga von der Vitracom AG Ergebnisse des Forschungsprojektes VeRSiert auf dem Polizeimeeting in Münster vorgestellt.
Die internationale Polizeiveranstaltung IPOMEX hat sich als der Treffpunkt der Meinungsmacher und Entscheidungsträger der Polizeibehörden aus dem In- und Ausland etabliert. Dieses Jahr standen Sicherheitskonzepte im Fokus des Meetings. Das Projekt VeRSiert wurde mit einem gemeinsamen Stand der Nahverkehr Rheinland GmbH, des Airport Research Center (ARC) und der VITRACOM AG vertreten. Außerdem wurden Präsentationen zu den Themen: "Erhöhung der Sicherheit bei Großveranstaltungen durch ein Informations- und Kooperationsportal" und "Agentenbasierte Simulation von Personenströmen" gehalten.
 Abb.: Ralf Kuliga und Olaf Junker im Gespräch mit Beamten der Polizei.
6. April 2011:
VeRSiert-Meilensteintreffen beim NVR
In den Räumen des NVR wurden die Ergebnisse aus der dreijährigen Forschungstätigkeit des VeRSiert-Projektes der Öffentlichkeit vorgestellt.
Den etwa 80 Gästen, darunter Vertreter von Bundesbehörden (BMBF, BMVBS, Bundesamt für Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe, Bundespolizei), von Landesbehörden (Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW), von der Deutschen Bahn, von der KVB AG, vom Polizeipräsidium Köln, von Universitäten, von den Stadtverwaltungen Köln, Bonn und Leverkusen sowie von Veranstaltern, wurden die Ergebnisse durch die Projektpartner in Vorträgen sowie an Informationsständen präsentiert. Am Mittag moderierte Herr Holger Klein, Pressesprecher des NVR, eine Pressekonferenz, an welcher der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, KVB-Vorstand Peter Hofmann, Dr. Wolf Junker vom Bundesforschungsministerium, Dr. Wolf Engelbach von der Universität Stuttgart und Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des NVR teilnahmen.

„Das neue Informations- und Kooperationsportal hat Modellcharakter für alle größeren Städte. Die Systeme sind für den Regel- und den Ernstfall ausgelegt", erklärte Regierungsdirektor Dr. Wolf Junker vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). „VeRSiert macht unser Leben nicht nur sicherer, sondern auch bequemer: Mit eigens entwickelten mobilen Diensten können Besucherströme so gelenkt werden, dass sich die Wartezeiten bei der Anreise verkürzen", so der Regierungsdirektor.
4. April 2011:
VeRSiert Meilensteintreffen am 6. April
am Mittwoch, den 6. April, werden in den Räumen des NVR die Ergebnisse aus der dreijährigen Forschungstätigkeit des VeRSiert-Projektes („Sicherheit im ÖPNV bei Großveranstaltungen“) der Öffentlichkeit vorgestellt.
Erwartet werden etwa 80 Gäste, darunter Vertreter von Bundesbehörden (BMBF, BMVBS, Bundesamt für Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe, Bundespolizei), von Landesbehörden (Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW), von der Deutschen Bahn, von der KVB AG, vom Polizeipräsidium Köln, von Universitäten, von den Stadtverwaltungen Köln, Bonn und Leverkusen sowie von Veranstaltern.
Die Ergebnisse werden durch die Projektpartner vormittags in Vorträgen und nachmittags an Informationsständen präsentiert.
Am Mittag wird Herr Holger Klein, Pressesprecher des NVR eine Pressekonferenz moderieren, an welcher der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, KVB-Vorstand Peter Hofmann, Dr. Wolf Junker vom Bundesforschungsministerium, Dr. Wolf Engelbach von der Universität Stuttgart und Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des NVR teilnehmen werden.
18. März 2011:
VeRSiert Vorträge und Präsentationen auf internationalem Polizeitreffen IPOMEX
Lars Wetzlar von der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) und Olaf Junker vom Airport Research Center (ARC) stellen Ergebnisse des Forschungsprojektes VeRSiert auf Polizeimeeting in Münster vor.
Vom 12.–14. April 2011 findet in Münster die internationale Polizeiveranstaltung IPOMEX statt. Die IPOMEX, die 2011 bereits zum 5. Mal stattfindet, hat sich als der Treffpunkt der Meinungsmacher und Entscheidungsträger der Polizeibehörden aus dem In- und Ausland etabliert. Dieses Jahr stehen Sicherheitskonzepte im Fokus des Meetings. Das Projekt VeRSiert wird mit einem Stand vertreten sein und interessierten Besuchern die Forschungsergebnisse vorstellen. Außerdem werden am Dienstag, den 12.04.2011 und Mittwoch, den 13.04.2011 je eine Präsentation zu dem Thema: "Erhöhung der Sicherheit bei Großveranstaltungen durch ein Informations- und Kooperationsportal" und am Donnerstag, den 14.04.2011 eine Präsentation zum Thema "Agentenbasierte Simulation von Personenströmen" stattfinden. Referenten sind Lars Wetzlar vom NVR und Olaf Junker vom ARC.
Weitere Informationen (externer Link)

31.Januar 2011:
Auszeichnung für Wissenschaftler des „VeRSiert“-Konsortiums
Dr. Heiko Roßnagel und Jan Zibuschka erhalten Auszeichnung für ihre Forschungsarbeiten zur Integration von mobilen Diensten für die Unterstützung von Großveranstaltungen
Dr. Heiko Roßnagel und Jan Zibuschka vom VeRSiert Konsortium wurden für ihre Forschungsarbeiten zur Integration von mobilen Diensten für die Unterstützung von Großveranstaltungen ausgezeichnet. Die Wissenschaftler haben ein Konzept entwickelt und umgesetzt, dass sich die zunehmende Verbreitung internetfähiger Smartphones zu Nutze macht. Am Beispiel des Rheinfeuerwerks »Kölner Lichter« sowie für Bundesligaspiele des 1. FC Köln hat das Projektteam zahlreiche mobile Dienste konzipiert, realisiert und erprobt, die das Veranstaltungserlebnis verbessern und in kritischen Situationen hilfreich sein können. Die zentrale Komponente des Konzepts ist eine Service-Plattform, die eine einfache Komposition von Mehrwert-, Basis- und Notfalldiensten erlaubt. Weitere Informationen (externer Link)

17. Juli 2010:
Feldversuch
„VeRSiert“-Feldversuch zur Anwendung Mobiler Dienste bei den „Kölner Lichtern“
Die Anwendung der Mobilen Dienste während der Kölner Lichter 2010 wurde unter der Federführung des IAT und in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln dokumentiert. Mit einem Filmbeitrag wird ein Einblick in einen Feldversuch gegeben. Als Ergebnis einer Evaluation konnte die Wirksamkeit der Versuchsreihe und die hohe Akzeptanz dieser technischen Innovation bei Anwendern aufgezeigt werden.
 Abb.: Einweisung der Anwender vor Beginn des Feldversuches mit Mobilen Diensten.
17. Juli 2010:
Zählungen für die Sicherheit im ÖPNV
„VeRSiert“ untersuchte Besucherlenkung bei den „Kölner Lichtern“
Das Forschungsprojekt „VeRSiert“ analysierte bei den gestrigen Kölner Lichtern mit einer Vielzahl von Zählern erfolgreich die Verkehrsströme bei Großveranstaltungen. Ziel der Aktion war es, neue Erkenntnisse über das Bewegungsverhalten der Besucher zu erhalten, um Großereignisse noch sicherer zu machen.
Köln. Die Domstadt war gestern Schauplatz einer der größten Open-Air-Veranstaltungen Deutschlands: Bei der zehnten Ausgabe der „Kölner Lichter“ bevölkerten rund hunderttausende Besucher aus halb Nordrhein-Westfalen die Innenstadt. Da ein Großteil der Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreiste, wurde der Kölner Hauptbahnhof am Samstag zum Nadelöhr. Hunderttausende bewegten sich von diesem Ausgangspunkt in Richtung Rhein und von dort wieder in der Nacht zurück. Doch welche Wege nutzen die Besucher zu ihren Bahnen? Genau bei dieser Frage setzt die Arbeit von „VeRSiert“ an. Das vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt hat das Ziel, die Vernetzung zwischen Verwaltung, Verkehrsbetrieben, Veranstaltern und Einsatzkräften bei Planung, Durchführung und Nachbereitung von Großveranstaltungen weiter zu optimieren, um den Besuchern – insbesondere bei der An- und Abreise mit Bus und Bahn – größtmögliche Sicherheit zu bieten. „VeRSiert“ Projektpartner sind die Stadtverwaltung Köln, die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, die Nahverkehr Rheinland GmbH sowie die Universitäten Wuppertal und Stuttgart und die Firmen Airport Research Center und Vitracom AG.
Wie verhält sich eine Menschenmenge?
Im Rahmen von „VeRSiert“ wurde neben Spielen des Fußballbundesligisten 1. FC Köln auch die „Kölner Lichter“ untersucht, weil sich bei diesen Großveranstaltungen gut beobachten lässt, wie sich die Besucherströme durch den Hauptbahnhof und die dortige KVB-Haltestelle bewegen – besonderes Augenmerk wurde dabei auf Fragestellungen gelegt wie „Was passiert eigentlich, wenn ein Hagelschauer auf die vor dem Bahnhof wartenden Besuchermassen herunter prasselt und diese unvermittelt in das Gebäude hineinströmt“? „Um auf derartige Situationen optimal vorbereitet zu sein, können diese in einem Computermodell durchgespielt werden. Dafür werden hochwertige Eingangsdaten benötigt“, erklärt Olaf Junker vom Airport Research Center.
Um an diese Daten zu gelangen, war das „VeRSiert“-Team in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor, während und nach den „Kölner Lichtern“ im Hauptbahnhof und in der dortigen KVB-Haltestelle aktiv. Bereits bei der Anreisephase wurden die Besucher durch Personenfrequenzmesssysteme in der KVB-Haltestelle anonymisiert gezählt und ihre Laufrichtung registriert. Zudem wurden Fahrzeugtyp, Linie, Zeit und Belegung der jeweiligen U-Bahn festgehalten. Diese Zählungen liefen den kompletten Abend und wurden durch manuelle Zählungen an den Eingängen des Hauptbahnhofs ergänzt. Weil die Besucher nach Ende des Feuerwerks erfahrungsgemäß schnell nach Hause möchten und in den Bahnhof strömen, gilt die Abreisephase als besonders prekär. Daher wurden zusätzlich zu den Personenfrequenzmesssystemen 20 Beobachter eingesetzt, die ausschließlich mit der Fragestellung betraut waren, wie sich die Fahrgäste innerhalb des Bahnhofes bewegten. „Wie viele gehen direkt zum Gleis, wer kauft sich noch eine Fahrkarte oder bummelt an den Schaufenstern vorbei? – diese Fragen wollten wir beantwortet haben und erfassten daher Bewegungsmuster und die Verweildauer der Besucher. Denn je besser die Eingangsdaten sind, desto realitätsnaher sind die Ergebnisse“, so Olaf Junker.
Auch das subjektive Sicherheitsempfinden wurde getestet
Da aber nicht nur die beobachtete Bewegung eine Rolle spielt, sondern auch das subjektive Empfinden, wurde in der Anreisephase eine Befragung zum Sicherheitsempfinden in der U-Bahn Haltestelle der KVB durchgeführt. Da im Gedränge weder Platz noch Zeit für einen langen Fragebogen blieb, wurde sich auf die zentrale Frage „Fühlen Sie sich sicher?“ beschränkt. Die Besucher beurteilten die Frage anhand eines Ampelsystems, wobei Grün „Ich fühle mich sicher“ und Rot das Gegenteil bedeutete. „Wir wollen damit herausfinden, welche Faktoren für das Sicherheitsempfinden der Besucher besonders wichtig sind. Wann ist der Bahnhof so voll, dass sich die Besucher unwohl fühlen? Dabei unterscheiden wir zwischen Mann und Frau“, schildert Ulf Schulze-Bramey von der Universität Wuppertal.
Verkehrsexperten aus Wuppertal verteilten noch in der Nacht 1.000 Fragebögen an der Haltestelle Dom-/Hauptbahnhof an die Fahrgäste der KVB. Ziel der Befragung ist es, die Sicherheitsmaßnahmen der KVB von den Kunden bewerten zu lassen, um diese weiter zu verbessern. „Wir hoffen, dass uns möglichst viele KVB-Kunden die verteilten Fragebögen zusenden“, so Prof. Gerlach von der Universität Wuppertal.
Die Universität Stuttgart testete zudem mit ausgewählten Besuchern der Kölner Lichter die Bedienbarkeit und den Nutzen neuartiger „Mobiler Dienste", die speziell für den Einsatz bei Großveranstaltungen konzipiert wurden. Über mobile Endgeräte wie Handys erlauben sie den Austausch von Fotos und Kurznachrichten, Mitteilungen durch Veranstalter und Verkehrsunternehmen, das einfache Auffinden von Freunden sowie die Orientierung im Veranstaltungsgebiet. "Mit diesen Funktionalitäten wären auch Notfallmeldungen durch die Teilnehmer sowie Warnmeldungen und Verhaltenshinweise durch öffentliche Institutionen möglich", erläutert Dr. Heiko Roßnagel von der Universität Stuttgart.
Viele relevante Daten gesammelt
Projektkoordinator und NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober äußerte sich sehr zufrieden über den Verlauf der „VeRSiert“-Aktivitäten rund um die „Kölner Lichter“: „Das Team konnte durch die vernetzten Aktionen viele relevante Daten sammeln, die für das Erreichen des Projektziels, nämlich die Sicherheit der Fahrgäste bei Großveranstaltungen im Öffentlichen Personennahverkehr zu erhöhen, sehr wichtig sind.“
7–11. Juni 2010:
Projekt VeRSiert internationaler Arbeitsgruppe vorgestellt
Im Rahmen der siebten Konferenz der IWGLTS (International Working Group on Land Transport Security), die vom 7. bis 11. Juni 2010 in Bonn stattfand und vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausgerichtet wurde, fand am 9. Juni 2010 ein Besuch bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG statt.
Herr Fabian Kaiser, stellvertretender Projektleiter im Bereich Nahverkehrsmanagement der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, stellte den Mitgliedern aus Australien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Niederlande, Philippinen, Russland, Singapur, Spanien, Südkorea, USA und der EU das Forschungsprojekt „VeRSiert" vor. Dabei ging Herr Kaiser besonders auf eine modulare und übertragbare Schulung für Nahverkehrsbetriebe ein, die von der Kölner Verkehrs-Betriebe AG im Rahmen von VeRSiert entwickelt wird.
Die internationale Arbeitsgruppe IWGLTS befasst sich in erster Linie mit Fragen der Terrorismusprävention im Oberflächenverkehr (ÖPNV, Schiene). Ziel ist die Schaffung eines Forums und eines Netzwerks für einen Austausch von internationalen Erfahrungen und Best Practices.
 Abb.: Herr Kaiser von der KVB AG stellt den Mitgliedern der IWGLTS das Projekt vor.
30. Juni 2010:
VeRSiert lud zum Meilenstein-Treffen
Durch optimale Vernetzung entsteht für Besucher von Großveranstaltungen ein Optimum an Sicherheit
Köln. Zehntausend Menschen feiern bei einem Konzert auf dem Roncalli-Platz, als sich plötzlich ein Unwetter mit starkem Regen und Hagel ankündigt. Zum Schutz vor den zentimetergroßen Hagelkörnern strömen die Besuchermassen in Windeseile über die Domplatte in den Hauptbahnbahnhof. Das Empfangsgebäude ist schnell überfüllt, die Eingänge sind versperrt, Gedränge kommt auf….
Um schon im Vorfeld auf solche oder ähnliche Situationen vorbereitet zu sein und frühzeitig zu erkennen, wie sich Menschenmassen im Bahnhof oder Stadion bewegen, ist „VeRSiert“ ins Leben gerufen worden. „VeRSiert“ ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsprojekt, das in Köln von der Stadt, der KVB und der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) getragen wird. „Ziel von VeRSiert ist es, am Beispiel der Stadt Köln die Vernetzung zwischen Verwaltung, Verkehrsbetrieben, Veranstaltern und Einsatzkräften bei Planung, Durchführung und Nachbereitung von Großveranstaltungen weiter zu optimieren, um den Besuchern – insbesondere bei der An- und Abreise mit Bus und Bahn – größtmögliche Sicherheit zu bieten“, erläutert „VeRSiert“-Projektkoordinator und NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.
Präsentation der bisherigen Forschungsarbeit
Vor diesem Hintergrund kamen nun beim „4. VeRSiert-Meilensteintreffen“ im Hause der Nahverkehr Rheinland GmbH Vertreter der Stadtverwaltung Köln, der Kölner Verkehrs-Betriebe, der Berufsfeuerwehr Köln, der Bundespolizei, dem Polizeipräsidium Köln, dem Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste, dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg, dem Verbund Deutscher Verkehrsunternehmen und des VDI-Technologiezentrums sowie der Veranstalter der Kölner Lichter Werner Nolden samt Planungscrew zu einem eintägigen Austausch zusammen. Im Stil einer Messe wurden den Besuchern an sechs Stationen die Ergebnisse der bisherigen Forschungsarbeit des Sicherheitsprojektes präsentiert.
Die Gäste informierten sich über Videosysteme zur Erfassung von Besucherströmen, sie lernten ein modulares Schulungskonzept zum Thema Sicherheit für Verkehrsbetriebe kennen und begutachteten ein Kooperationsportal als zentrale Sammelstelle von institutionsübergreifenden Informationen bei Großveranstaltungen. „Im Projekt wird eine Software entwickelt mit der alle an einer Großveranstaltung Beteiligten vernetzt werden. Mit einem Klick gelangen Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Veranstalter an alle relevanten Informationen. Die Software umfasst von der Telefonliste über die Ansprechpartner bis zum Absperrplan alle Daten, die für eine Großveranstaltung notwendig sind“, sagt Dr. Norbert Reinkober.
Notfallinformationen über das Handy
Eine weitere Station befasste sich mit dem Thema „Mobile Dienste“. Dabei soll jeder Veranstaltungsbesucher über sein Handy über einen möglichen Krisenfall informiert und mit den wichtigsten Hinweisen und Verhaltensregeln für den Notfall versorgt werden. Des Weiteren wurde ein Erhebungskonzept zur Erfassung des Sicherheitsempfindens sowie einem Simulationsmodell des Hauptbahnhofs Köln vorgestellt, mit dem „Was-wäre-wenn?“-Fragestellungen bei sehr hohem Publikumsverkehr und auch bei einem möglichen Katastrophenszenario durchgespielt werden können.
Die Resonanz der Experten auf die Präsentationen war groß. An den Stationen kam es zu angeregten Diskussionen und einem fruchtbaren Austausch. Die Anregungen der Anwender fließen nun in die weitere Entwicklung der Systeme ein. „Der Dialog zwischen den Vertretern der Institutionen und den Projektpartnern war ein wichtiger Bestandteil des Meilenstein-Treffens. Nur wenn wir die potentiellen Nutzer in die Entwicklung einbeziehen, können wir diese auch für die spätere Akzeptanz der Systeme gewinnen“, sagt Dr. Norbert Reinkober, der mit dem Verlauf des Treffens sehr zufrieden war. „Die Reaktionen der Besucher auf die Präsentationen waren sehr positiv und bestärken das „VeRSiert“-Team in seiner Arbeit.“ Das Projekt beschränkt sich übrigens nicht nur auf die Stadt Köln. Auch Kommunen, die noch nicht so gut vernetzt sind wie die Domstadt, können von den Forschungsergebnissen von „VeRSiert“ profitieren.
21. Mai 2010:
Informations- und Kooperationsportal
Auf der Basis des bisherigen Anforderungsmanagements wurde das Informations- und Kooperationsportals weiterentwickelt. Die dritte Ausbaustufe des Portals steht im Zentrum des Gesamtsystems EVITOS. Mit ihm können die beteiligten Organisationen bei der Planung und Durchführung einer Großveranstaltung kooperieren und bereits gesammelten Informationen für zukünftige Großveranstaltungen nachhaltig nutzen.
Über Schnittstellen des Portals können die Akteure wichtige Informationen (z. B. Stammdaten, Karten, Baustelleninformationen, Verkehrslenkungspläne, Gefahrenabwehrpläne, Simulationen, Videoanalysen, etc.) beziehen und austauschen.
 Abb.: Eingangsseite zum Informations- und Kooperationsportal
Das Portal wird dieses Jahr interessierten Fachgremien in zahlreiche Kongressen (z. B. Interschutz 2010, Informatik 2010) umfassend dargestellt.
11. Juli 2009:
Kölner Lichter 2009
Mit dem zurzeit im Aufbau befindlichen Simulationsmodell können im Untersuchungsgebiet ab 2011 neuralgische Orte mit durchquerenden Personenströmen computergestützt vorab auf potenzielle Gefahrenquellen und unvorhergesehene Ereignisse geprüft werden. "Wie wirkt sich ein umgefallener Mülleimer auf den Fluss eines dichten Personenstromes aus?" oder "macht es Sinn, eine Rolltreppe bei Großveranstaltungen nur in die Hauptfließrichtung laufen zu lassen?". Solche Fragen können zukünftig im Vorfeld optimal geklärt werden, ohne daß großer finanzieller Aufwand entsteht.
Um über valide Simulations-Eingangsdaten zu verfügen, hat das VeRSiert-Konsortium zu den "Kölner Lichtern 2009" weitreichende Datenerhebungen vorgenommen.
Video-Analyse
Am Vorabend der "Kölner Lichter" wurde seitens des Projektpartners Vitracom der Aufbau von Videokameras im Bereich der Stadtbahnhaltestelle "Dom/Hauptbahnhof" plangemäß abgeschlossen. So konnten über die gesamte Veranstaltungsdauer wertvolle Informationen über die Menge und Aufteilung der Fahrgastströme gewonnen werden.
Bei den eingesetzten Videokameras handelt es sich um Spezialgeräte, die keine Videoaufzeichnung im üblichen Sinne vornehmen, sondern die erfassten Daten direkt als Zahlen in einer Tabelle abspeichern. So lassen sich Datenerfassung und Datenschutz vereinbaren: Bilder werden nicht abgespeichert und sind auch nicht rekonstruierbar.
Abb.: Standorte der Kameras
Querschnitts-Zählungen
Im Bereich der Eingangshalle des Kölner Hauptbahnhofs wurden während der "Kölner Lichter" von 23:30 Uhr bis 1:30 Uhr an 16 Standorten die Anzahl der vorbeigehenden Personen richtungsscharf festgehalten. Gemessen wurde mit Zählklickern in 10-Minuten-Blöcken. Dabei unterstützt wurde das VeRSiert-Konsortium durch die Ingenieurgesellschaft Stolz mbH, die mit erfahrenem Zählpersonal und dem Equipment aus Neuss anreiste.
Abb.: Zählstationen am Kölner HBF / Kölner Lichter 2009 / 23:30 – 1:30
Befindlichkeits-Erhebung
Kräfte des Konsortialpartners "Fachgebiet Produktsicherheit und Qualitätswesen" (FG ProQ) von der bergischen Universität Wuppertal waren während der Anreisephase von 21:00 – 23:00 tätig. Im Bereich der Stadtbahnhaltestelle "Dom/Hauptbahnhof" und der Zwischenebene zur DB wurde eine Befindlichkeits-Erhebung durchgeführt. Hierzu wurde das Cards & Lights Verfahren angewendet: Passanten bekamen beim Verlassen der Stadtbahn eine Karte überreicht, auf deren Vorderseite eine These zu ihrer Befindlichkeit aufgedruckt worden war.
Abb.: Rückseite einer Cards & Lights Karte Diese Karte konnte einige Wegmeter weiter in eine von drei aufgestellten Urnen geworfen werden. Rote Urne = Ablehnung der These Gelbe Urne = Keine Meinung Grüne Urne = Zustimmung zur These
Befragt  wurden 1338 Personen (27,9% der Passanten). 889 Karten wurden in die Urnen eingeworfen (Rücklauf = 66,4%)
Insgesamt waren während der Kölner Lichter 2009 im Rahmen von VeRSiert 32 Wissenschaftler und Assistenten im und um den Kölner Hauptbahnhof mit verschiedenen Aufgaben betraut. Dieser Einsatz – so läßt sich rückwirkend feststellen – kann als großer Erfolg verbucht werden. Valide Daten und Erkenntnisse konnten wie geplant gewonnen werden, die von großem Wert für die kommenden Schritte im Projekt sind.
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